GEORG BERNHARD MÜLLER VOM SIEL

Ölbilder und Radierungen des berühmten Dötlinger Künstlers Georg Bernhard Müller vom Siel  anlässlich des 152-sten Geburtstages

Ab Samstag, 10. Juni 2017 bis Sonntag, 23. Juli 2017

Ausstellung in der Müller vom Siel-Kate am Rittrumer Kirchweg 1b 

Samstags und Sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

 

Biografie

Georg Bernhard Müller vom Siel wurde am 13. Juni 1865 als jüngstes von 12 Kindern des Kaufmanns Johann Hinrich Müller und seiner Frau Anna Amalie in Großensiel geboren. Seine Eltern starben, als er sechs Jahre alt war. Die Oberrealschule Oldenburg verließ er im Alter von 15 Jahren, um als 16-Jähriger 1880 zu seinem älteren Bruder nach New York zu reisen. 

 

1882/83 studierte er an der Königlich Bayrischen Akademie der Bildenden Künste in München bei dem Adolf-Lier-Schüler Joseph Wenglein (1845 - 1919) und besuchte 1884/1885 die Kunstakademie in Antwerpen. 

 

Nach seinem zweiten Amerika-Aufenthalt 1885 lebte und studierte Müller vom Siel von 1886 bis 1889 in Paris. Im Jahre 1890 hielt er sich dann in Berlin auf. Dort war er 1894/95 Meisterschüler des Landschaftsmalers Hans Frederik Gude (1825 - 1903). 

 

Im Jahr 1889 kam Georg Müller vom Siel aus Frankreich zurück und wurde während seiner Wanderung in der Ahlhorner Heide auf das einsame Geestdorf Dötlingen aufmerksam. 1896 entschloss er sich in Dötlingen zu bleiben und hier künstlerisch tätig zu werden.

 

Er war einer der bekanntesten Maler Dötlingens in der Blütezeit der Malerkolonien zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, die sich zwischen Worpswede, Dangast und Dötlingen bewegten. 

In seiner Dötlinger Malschule, vorerst im Vokmann‘schen Lehmschuppen, unterrichtete Georg Bernhard Müller vom Siel Töchter bürgerlicher Bremer Familien, die in künstlerische Berufe strebten. Es handelte sich um Frauen, die bereits eine eigene umfassende Ausbildung erhalten hatten und versuchten, für die Kunst zu leben und auch mit der Kunst ihre Existenz zu sichern.

 

Die Geschäfte mit der Kunst florierten offensichtlich, denn bereits 1898 konnte er im „Haus Meineck“ eine Malschule gründen. Hier lebte er zehn Jahre, bis ihn 1909 die ärztliche Diagnose „Schizophrenie“ für den Rest seines Lebens hinter die Mauern des Landeskrankenhauses Wehnen verbannte, wo er 1939 starb.


Müller vom Siel-Kate 

Rittrumer Kirchweg 1 b 

27801 Dötlingen

 

Dötlingen Stiftung

 

Öffnungszeiten:

Sa. u. So., an Feiertagen, von 11 - 18 Uhr